Die Strompreise steigen stetig. Experten gehen jährlich von drei bis vier Prozent aus. Nicht zuletzt ist dies auf die stark ansteigende EEG-Umlage zurückzuführen, aber auch andere Faktoren wie die Verteilung, die Mehrwertsteuer, Konzessionsgebühren, die Stromsteuer, die Rohstoffpreise etc. tragen dazu bei. Kostet jetzt die kWh Strom durchschnittlich 26 ct, so bedeutet das bei einer jährlichen Preissteigerung in Höhe von 3,5 % einen Preis von 73 ct in dreißig Jahren.

Wie können Sie sich vor solchen Preisen schützen?

Die einfachste Möglichkeit ist, Sie produzieren Ihren Strom selbst. Hierzu gibt es einige Möglichkeiten. Die einfachste ist eine Solaranlage. Die kann auf dem Hausdach montiert werden. Was können aber Mieter tun, die über kein eigenes Dach verfügen? Installieren Sie sich Ihre Microsolaranlage (im Volksmund auch “Balkonkraftwerk” genannt) auf dem Balkon:

Lohnt sich das wirklich?

Ein PV-Modul mit 185 Watt Spitzenleistung Wp erzeugt pro Jahr im Schnitt gut 200 kWh Strom. Bei einer Lebensdauer von 25 bis 35 Jahren (30 Jahre für weitere Berechnungen) ergibt das insgesamt 6.000 kWh an Energie. Das besagte Modul kostet ca. 150 € inkl. MwSt. Eine kWh Strom kann demnach für 2,5 Cent erzeugt werden. Rechnet man noch mal anteilig pro Modul 2,5 Cent für den Wechselrichter dazu, dann sind das insgesamt fünf Cent pro kWh. Diese Energie wird direkt in das Hausnetz eingespeist und dort „verbraucht“. Bei aktuellen Strompreisen um die 26 ct/kWh beträgt die Ersparnis also gut 80 %. Ein weiterer Vorteil: die fünf Cent pro kWh sind für die genannten 30 Jahre stabil – man ist also unabhängig von allen Strompreissteigerungen der Energieversorger.